All das irrelevante Gefasel. Die deutsche BlogosphĂ€re ist zu klein. Sie ist zu selbstfixiert. Niemand ausserhalb interessiert sich dafĂŒr. Sie wĂ€chst zu langsam. Es gibt viel zu wenig Blogleser, jeder Online-Auftritt einer Regionalzeitung hat mehr Leser. Sie ist zu unpolitisch, sie kĂŒmmert sich nicht um wichtige Themen, sie checkt Informationen nicht, sie hat keinen Impact und keine Leads, und ohne die Lieferarbeit der Medien wĂ€re sie aufgeschmissen, denn allein aus Blogs kann sich keiner informieren. Und dann all das selbstfixierte Zeug, das geht gar nicht. Höchstens als Big Brother Ersatz, un mit Kultur oder Literatur haben sie nichts zu tun.

So der Remix aus den immer wieder gehörten RedebeitrÀgen aus ein paar halböffentlichen Debatten und BlogeintrÀgen der letzten Woche.

Na und? Selbst wenn es so pauschal stimmen wĂŒrde: Na und? Die Leute interessieren sich nun mal fĂŒr ihren eigenen Krempel. Es kommt individuell fĂŒr mich weitaus mehr Gutes dabei heraus, als ich lesen kann – so viel Zeit habe ich gar nicht. Die Kriterien gehen mir am Arsch vorbei, weil es weder Kriterien der Relevanz sind, wie sie behaupten, noch relevante Kriterien. Da draussen kennt keiner die Regeln, sie wissen noch nicht mal, dass sie existieren. Es ist kein downgegradeter Journalismus, es ist keine unverstĂ€ndliche Medienrevolution oder ein zwingendes Massenmedium. Es ist eine Kultur, hört ihr das? – Kultur ohne Vergangenheit, es gibt keine zentrale Instanz, es gibt keine Deutungshoheit und keinen Zwang und keine Auflagenerwartung. Alles kann, nichts muss.

Ich nenne es Freiheit.