Die Debatten der Wissenschaftler bei Webwatching plakativ zusammengefasst: Es w√§re so sch√∂n, wenn man sich die Blogs anschauen, sezieren, in Alkohol einlegen und im Regal K23 verstauen k√∂nnte, mit einer ordentlichen Beschriftung, zwischen dem toten Breitmaulfrosch des B√ľrgerradios und den alten privaten Webseiten bei Lycos.

Geht aber nicht. Kommunikationswissenschaftler, Marktforscher und andere Untersucher des medialen Raumes sind es einfach nicht gewohnt, dass das Untersuchungsobjekt rumzappelt, beisst, spuckt, den Alkohol wegs√§uft, nachher die Laborassistentin ficken will und ausserdem denkt, dass es sowieso schon alles weiss. Und auch noch das ein oder andere Megaphon hat, um es allen mitzuteilen. Jahre vor der Drucklegung des epochemachenden Standardwerkes “Die deutsche Web-Logging-Bewegung des fr√ľhen 21. Jahhunderts unter besonderer Ber√ľcksichtigung ihrer Bewertung in den kommunikationswissenschaftlichen Hauptseminaren der FH Orschluchhausen”.

Ich glaube, sowas nennt man einen undankbaren Forschungsgegenstand.