Mehr als mit solchen Äusserungen kann man den kommenden Verkauf des skandalgeschüttelten Startups StudiVZ an Facebook nicht nicht dementieren:

Ob der Verkauf von StudiVZ an sein US-amerikanisches Vorbild Facebook, der in diversen Weblogs kolportiert wurde, noch umsetzbar ist, wird sich in den n├Ąchsten Wochen herausstellen. ├ťber Spekulationen m├Âchte sich Tilo Bonow, Sprecher von StudiVZ, nicht ├Ąu├čern. „Wie zu vielen anderen Internetunternehmen auch, pflegen wir zu dem Gr├╝nderteam von Facebook freundschaftliche Kontakte“, so Bonow auf Anfrage von pressetext.

Und deshalb, liebe StudiVZler, fehlt in Michael Brehms Erkl├Ąrung der Finanzen bei StudiVZ neben einigen anderen Details ein ganz wichtiger Passus. Er schreibt:

Wird studiVZ Nutzerdaten verkaufen?
Nein. Wir werden nie benutzerspezifische Daten Dritten weiterleiten, zug├Ąnglich machen oder f├╝r Werbezwecke missbrauchen.

Da fehlt ein Zusatz, um die ganze Geschichte zu erz├Ąhlen, den ich hier mit einem unverbindlichen und kostenlosen Formulierungsvorschlag gerne nachliefere:

Was wir mit den nicht benutzerspezifischen Daten machen, die wir erheben, ist nat├╝rlich nochmal eine ganz andere Geschichte. Auch mit denen kann man prima wuchern – etwa, indem wir die Daten von Gruppenmitgliedern zusammenschmeissen und Euch dann dar├╝ber mit Angeboten zuballern.
Und nat├╝rlich verkaufen wir nicht Eure Daten. Wir verkaufen die StudiVZ Ltd., eine mit 3000 Pfund ausgestattete Briefkastenfirma in England und ihr deutsches Tochterunternehmen StudiVZ Ltd. in Berlin an Facebook. Wir haben da ein paar Ideen, wie man beide Firmen verschmelzen kann, beispielsweise durch einen Tausch von Anteilen – wir bekommen einen kleineren Teil in Cash, den Rest in Anteilen an Facebook. Es gibt dann also einen Gesellschafterwechsel in der Firma, die Eure Daten hat. OK, faktisch verkaufen wir damit Eure Daten an Facebook, die eine gotterb├Ąrmliche Datenkrake sind, aber rein rechtlich gibt es einfach einen neuen Besitzer, und wir behaupten dann, dass sich nichts ├Ąndert. Wir haben Euch ja auch nicht erz├Ąhlt, dass wir mit den Samwers und Holtzbrinck Ventures weitere Gesellschafter haben, also warum sollte es was ├Ąndern, wenn hier Facebook der Besitzer ist. Also. Alles supi gruschelig hier in unserer netten kleinen Startup-WG. Und f├╝r unsere treuem Campus Captains bereiten wir gerade eine goile Verkaufsparty vor – wer will, kann mich anmailen, wir haben da eine Domain reserviert, Ihr wisst schon ^^ *g* (aber macht bitte keine Screenshots, und die Videos der Chicks gehen nicht zu Youtube, gell?)

Oder so. Wer darauf keine Lust hat, kann hier ohne Kontrolle und L├Âschungen diskutieren.