Dass Johurnaille sowas nicht komisch findet, wundert mich nicht, aber dass Blogger, die sonst stets gerne mit dem Finger auf Medien zeigen, diesmal schweigen?

Offenlegung: Mein Verhältnis zu Mario Sixtus ist alles andere als ungestört.

Wie auch immer: Da haben wir also eine Jury f√ľr den Grimmepreis, in der Sixtus ist. Das ist ok. Dann haben wir neben Sixtus Jochen Wegner vom Focus. Sixtus bezeichnet den Focus als seinen Kunden. Und wie haben Peter Glaser, der bei den Blogversuchen von Heise ein Kollege von Sixtus war. Wir haben vier weitere Jurymitglieder, die Sixtus nun schon etwas l√§nger, sei es durch die Juryt√§tigkeit, sei es durch “Vernetzung” kennen. Und aus deren Kreis wird Sixtus mit seinem Projekt nun f√ľr den Preis nachnominiert, verl√§sst die Jury, und nun soll die Jury unabh√§ngig entscheiden.

Und das alles geht in Ordnung. Sagt der Projektleiter, der bei seinem “lieben Mario” im Blog kommentiert (http://www.sixtus.net/entry/847_0_1_20_C/) zu einem Journalisten. Der wiederum bis letztes Jahr als PR f√ľr den Grimmepreis gearbeitet hat. Erinnert irgendwie fatal an die Berichterstattung der ARD beim “Monigate”. Und so viele der f√ľhrenden Blogs, die so gern auf die unheilige Vermischung von Privatinteressen und √Ėffentlichkeit hinweisen – schweigen diesmal. Das war nicht immer so – siehe Kommentare.

Vielleicht, weil sie den Grimmepreis von einer ähnlichen Jury bekommen haben? Weil sie gerade nominiert sind oder werden? Weil sie mit Sixtus inzwischen zufälligerweise einer Verwertungsgesellschaft stecken, oder einfach, weil das etwas ganz anderes ist, wenn das ein Blogger tut? Oder weil es nicht relevant ist? Ich mein, es verteidigt auch keiner, es wird einfach geschwiegen. In der Familie. Egal, wie komisch die Fakten aussehen.

Eine weitere Meinung findet sich hier.