Nachdem momentan wieder viel ĂŒber das Thema “Marions Kochbuch”, Urheberrechte und Alternativen diskutiert wird, vielleicht ein Hinweis, was die Idee gemeinschaftlich erstellter Bilddatenbanken irgendwelcher Nutzer angeht:

    FINGER WEG!

Irgendwelche Bilder irgendwelcher Leute aus dem Internet sind immer, immer, immer ein Problem. Es gab meines Wissens zufolge mindestens zweei FĂ€lle, in denen es Leute in Bezug auf die besagte Bilderdatenbank erwischt hat, weil sie Bilder verbreitet haben, die Bekannte ihnen schickten, und dafĂŒr verĂ€ndertes Bildmaterial eines Kochbuchbetreibers verwendeten. Man kann sich also nie sicher sein, wo jemand was herbezieht. Das Urheberrecht ist gerade bei Bildern Ă€usserst tĂŒckisch, und die einzige Quelle, der man halbwegs vertrauen kann, ist die eigene Kamera – und selbst da muss man aufpassen. Die wenigsten Gschaftlhuber, die jetzt rumschreien, haben eine Ahnung von dem, was sie tun wollen.

Um das mal am Beispiel von den Planungen des Dieter Petereit aufzuzeigen, das momentan von einigen Blogs wie Spreeblick dummerweise mit ziemlich kurzer Denke als mögliche Alternative gesehen wird: Petereit selbst schrieb bis vor Kurzem bezahlt beim kommerziellen Portal Germanblogs. Im Rahmen von Germanblogs bediente er sich hĂ€ufig beim kostenlosen Bildarchiv Pixelio.de, etwa hier. Seine Quellenangabe fĂŒr das Bild sieht ganz unten so aus:

[Fotoquelle: pixelio.de]

Das ist aber ein eindeutiger Bruch der Lizenzvereinbahrungen von pixelio, denn die Kennzeichnung ist nicht im Mindesten ausreichend. Dieter Petereit verletzt damit den Lizenzvertrag von Pixelio und das Urheberrecht der Photographin Karina Sturm::

IV. Urheberbenennung und Quellenangabe

Der Nutzer hat in fĂŒr die jeweilige Verwendung ĂŒblichen Weise und soweit technisch möglich am Bild selbst oder am Seitenende PIXELIO und den Urheber mit seinem beim Upload des Bildes genannten Fotografennamen bei PIXELIO in folgender Form zu nennen: ‚© Fotografenname / PIXELIO’

Bei Nutzung im Internet oder digitalen Medien muß zudem der Hinweis auf PIXELIO in Form eines Links zu www.pixelio.de erfolgen.

Kein Link, kein Name, damit ist der Vertrag hinfĂ€llig, und es gibt auch kein Verbreitungs- und Nutzungsrecht – und damit könnten Pixelio und/oder die Photographin jederzeit gegen Germanblogs und Petereit vorgehen. Man kann sich mal den Spass machen und durchschauen, wie oft Petereit die falsche Quellenangabe fĂŒr seine kommerzielle TĂ€tigkeit verwendet hat. Da findet man eine Menge.

Man könnte sich aber auch ĂŒberlegen, ob man ausgerechnet solchen Leuten vertrauen will, wenn es um die Schaffung einer juristisch sicheren Bildquelle im Netz geht.

Also: Macht Eure Bilder selbst. Und wenn Ihr was braucht und findet, fragt den Urheber und lasst Euch das per Mail erlauben. Aber meidet irgendwelche Panikprofiteure, die nicht wissen, was sie tun. Und garantiert nicht die Geldbörse zĂŒcken, wenn Ihr die Sache ausbaden mĂŒsst, weil Ihr denen vertraut habt.