hat jetzt die netzeitung im Streit um diesen Sachverhalt: Die FASZ hatte offensichtlich unter Ausschaltung s√§mtlicher journalistischer Gepflogenheiten ein ziemlich rufsch√§digendes St√ľck √ľber die netzeitung ver√∂ffentlich. Jetzt hat die Netzeitung offline zur√ľckgeballert: In einer einstweiligen Verf√ľgung werden der FAZ vier Tatsachenbehauptungen untersagt. Das Gericht hat den Steitwert mit einer viertel Million Euro festgesetzt – das ist erheblich, und d√ľrfte die FAS nicht ganz billig zu stehen kommen, allein schon wegen der Anwaltskosten.

Was aber noch spannender ist: Laut Netzeitung haben der Autor und die FAZ GmbH bereits in drei Punkten Unterlassungsverpflichtungserkl√§rungen unterschrieben. Nachdem die Netzeitung insgesamt 8 Gegendarstellungen haben wollte, hat der Urtext den insgesamt 7 Punkten erheblich Federn in lassen m√ľssen. Das ist angesichts des nicht eben langen Ur-Textes schon beinahe Bild-Niveau.

Ich sch√§tze mal, dass sich die Netzeitung damit f√ľr die n√§chsten 5 Jahre jede unseri√∂se Kritik von Hals geklagt hat – und nein, weinen kann ich um die FAZ nicht. Das war einfach kein guter Journalismus.