Wenn mir bei einem Podium der nĂ€chste PR-Heini was ĂŒber den Wert eines Business Blogs fĂŒr Firmen im Web2.0 erzĂ€hlt, als Kommunikation auf Augenhöhe mit den Nutzern, als Möglichkeit, sie frĂŒhzeitig in Prozesse einzubinden, als Channel fĂŒr junge Leute und ausserdem als schnell zu bedienende und effektive Krisen-PR-Massnahme, dann werde ich ihm diesen Screenshot zeigen:

So sieht die Startseite von StudiVZ im Moment aus. In dem kleinen, schmalen Kasten ohne Inhalt links stand bis gestern:

Fragen zu StudiVZ?
Antworten im Blog!

Das ist jetzt weg, nachdem ĂŒber diesen 1-Million-Nutzer-Giganten des Web2.0 ein paar vergleichsweise winzige Blogs (selbst das hier ist dagegen praktisch nichts, StudiVZ hat jeden Tag ĂŒber 100 mal so viele Nutzer) ĂŒber ein Problem mit den frei ĂŒber URLs im Netz stehenden Bildern berichtet haben. Das wird hinten im StudiVZ-Blog alles abgestritten und dann doch bestĂ€tigt, aber vorne auf der Hauptseite werden die Tore dicht gemacht. Muss ja keiner merken, dass da ein Loch ist und einige Nutzer der Seite die Sicherheitsbedenken in den Kommentaren teilen. Schotten dicht, Augen zu und durch, als wĂ€re man ein Atomkraftwerk, um das fĂŒnfĂ€ugige Frösche und drei Meter grosse Ameisen rumlaufen, von denen man nichts gemerkt haben will. Und das bei einem Blog, deren Macher damit noch kostenlose studentische Hilfsleistungen erködert haben, als die Holtzbrinckmillionen schon unterwegs waren. Ein Biusiness-Blog, das mithin mit das grösste in Deutschland sein dĂŒrfte.

So ein Blog ist halt auch nur ein mickriges Content Management System, ein StĂŒck Software irgendwo auf einem Server, das vielleicht einen coolen Namen hat, aber genauso letztendlich genauso gut oder miserabel ist wie die Leute, die es betreiben, keine LĂŒge wird dadurch wahrer, kein Ablenken wird dadurch konkreter, kein Löschen macht irgendwas besser. PR-Blogs sind auch nur ein Schönwettermodell aus der Powerpointwerft, aber ab WindstĂ€rke 3 nicht mehr zu gebrauchen, und ĂŒber die WindstĂ€rken, die hier draussen im Netz möglich sind und kommen werden, gibt es bislang keine verlĂ€sslichen Aussagen.