WĂ€hrend in Paris die Konferenz der europĂ€ischen Datendiebe, BlogosphĂ€renparasiten, KlingeltondrĂŒckerkolonnen, Contentsklaventreiber und PR-Hofschranzen sowie weiterer unschön riechender Untoter der New Economy LeWeb3 tagt, zeigt man den dort Anwesenden in Deutschland, wie das geht mit den Supidupi-Communities im schicken Web2.0. Die Rede ist von typographia media GmbH, dem vermutlich sechstgrössten Email-Adressensammler Deutschlands. Kennt natĂŒrlich kaum jemand, denn solche Firmen legen nicht viel Wert auf Publicity.

Besagte Firme jedenfalls hat eine AusgrĂŒndung mit dem schönen Namen openpeople.de, das eine Mischung aus Partycommunity, dem hier oft gescholtenen StudiVZ und Ă€hnlichen Veranstaltungen sein soll:

Mit openPeople betreibt typographia media ein Web 2.0 Portal, welches den Freundeskreis aus dem realen Leben im Internet abbildet und attraktive Services rund um das Thema Freundschaft bietet.

Und um da Leute reinzuziehen, hat man eine Email-Aktion angeleiert, die offensichtlich viele Teilnehmer der Community Kiezkollegen.de erreicht hat. Irgendwie scheint typographia da an Adressen gekommen zu sein. Nutzer der Kiezkollegen beschwerten sich ĂŒber Spam – und darauf reagierte man bei der schuldigen Klitsc Firma mit einer Mail wie folgt:

gerne möchten wir zu unserer heutigen Promotion-Aktion Stellung nehmen, die manche von Euch falsch verstanden haben.

Jaja, das kennt man, das ist bester StudiVZ-Stil, auch deren Gruppe mit StalkerattitĂŒde und der Völkische Beobachter wurden von manchen Leuten wie mir angeblich missverstanden. Zum GlĂŒck – oder Pech fĂŒr typographia – gibt es aber noch Leute, die dergleichen nicht mit einem Schmunzeln, sondern mit einer Anzeige beantworten – ein probates Mittel, das sich gegen jede Art von BauernfĂ€ngEntrepreneur schon vor Web 1.0 bewĂ€hrt hat. Ich behaupte: Fist-to-Mouth wird sowieso der grosse Trend angesichts der ĂŒberall auftauchenden Personalities, die es im Web2.0 mit zu Word-to-Mouth umgetauften Spam probieren.