[Edit: Zur Verdeutlichung fĂŒr die, die das hier nur ĂŒberfliegen und dann missverstehen: Es geht hier explizit nicht um die Schweizer Firma Blogwerk, sondern um den Versuch des rechtslastigen Projekts Winkelried aus der Schweiz, kritische Fragestellungen zu dieser Firma zu nutzen, ihre eigene braune Suppe zu kochen und zu versuchen, ihre politischen Differenzen durch Kommentare an der Blogbar auszutragen und den Anschein zu erwecken, die Blogbar wĂ€re in irgendeiner Weise mit ihnen auf einer Linie.]

Was in Deutschland die Rechtsaussengosse von Politically Incorrect ist, oder auch der unter dem Pseudonym “Kewil” schreibende Herr aus dem deutschen SĂŒdwesten, dessen Klarnamen hier durchaus mit allen unschönen parteipolitischen Konsequenzen stehen könnte, wir verstehen uns hoffenrlich, Herr Marabu oder auch Herr Doktor, nicht wahr, ist in der Schweiz das Portal “Winkelried”. Und die haben sich im Betreiber der Firma Blogwerk einen Gegner rausgesucht, der ihnen qua politischer Herkunft nicht ins Konzept passt.

Ich persönlich bin durchaus der Meinung, dass man das Konzept von Blogwerk hinterfragen kann. Ich mag die Corporate Communication der Firma nicht, die ist mir – egal wie die meist ĂŒberzeugten Mitarbeiter dazu stehen – zu protzig fĂŒr ein Startup, das schlecht zahlt, wirtschaftlich nicht im Mindesten aus dem Gröbsten raus ist und obendrein auch noch einen einseitig arbeitende Mitarbeiter an Bord hat, der aus mutmasslich persönlichen GrĂŒnden LĂŒgen ĂŒber mich in einem Schweizer Medium verbreitet, das diese dann zurĂŒckziehen muss. Ich habe mich mit dem Blogwerk nur sporadisch beschĂ€ftigt, weil ich der Meinung bin, dass deren AnsĂ€tze prinzipiell erfolgreich sein könnten, andererseits weiss ich auch indirekt sehr viel ĂŒber die Vorstellungen vom Bloggen in dieser Firma und glaube, ganz offen, dass die Marken des Blogwerks nicht in der Lage sein werden, sich als publizistische Projekte mit anstĂ€ndigen Löhnen selbst zu tragen. Das liegt nicht nur an den Inhalten oder den Bedingungen, mit denen dort Inhalte produziert werden, sondern vor allem an der fehlenden AttraktivitĂ€t fĂŒr Werbekunden, denn dafĂŒr fehlen beim Blogwerk – Ă€hnlich wie bei Adical – schlichtweg die Daten ĂŒber die Leser, die das Projekt fĂŒr Agenturen interessant machen könnten. Leserzahlen sind nichts, Wissen ĂŒber die Leser ist alles. Dieses Wissen zu erhalten, ist in meinen Augen gerade bei Blogkonsumenten extrem schwierig bis unmöglich.

Ich habe zu Blogwerk also eine klare Meinung, und Verachtung fĂŒr einen bestimmten lĂŒgenden Mitarbeiter. Was ich aber ganz sicher nicht habe, ist wohlfeilen Platz fĂŒr die Propaganda rechtsextremer Schweizer Kreise. Null. Nada. Wer meint, hier in den Kommentaren mit Worten wie “sozialfaschistisch” ankommen zu mĂŒssen, ist bei mir an der vollkommen falschen Adresse, und wer glaubt, es ausserhalb der EuropĂ€ischen Union mit einer gewissen Sicherheit tun zun können, irrt sich gewaltig. Nach dem zweiten “Vorkommnis” dieser Art habe ich dem Winkelried verlinkenden Inhaber der im Kommentar angebenen Adresse, die sich obendrein erdreistet, fĂŒr ihren rechten Dreck den Namen “Erez Israel” anzugeben, zusammen mit all den anderen rechten Helfern ein klares Hausverbot erteilt. Wenig ĂŒberraschend, dass die Mailadresse auch noch falsch war. Deshalb hier die klare Ansage:

Es gibt in der BlogosphĂ€re Dinge, mit denen ich mich auf der Blogbar auseinandersetze. Und andere, mit denen ich andere Mittel fĂŒr angemessen halte. Ich bin nicht im Mindsten der Meinung, dass man vorgewarnten Leuten noch weitere Chancen einrĂ€umen sollte, und in meinem Beruf ist die Abmahnung nichs weiter als eine normale Kommunikationsform bei unterschiedlichen Meinungen. Manchmal lĂ€sst man einem Mauschler eine LĂŒge durchgehen, manchmal muss man auf seine Spamschweine Druck machen. Manchmal geht es nicht anders.

Und Winkelried ist ganz sicher ein Fall, da will ich auch gar nicht anders.