Es ist heute unter Verlegern ja sehr schick zu jammern, dass Google von den Inhalten der Verlage profitiere und deshalb einen Teil des Werbegeldes den Verlagen zu geben h├Ątte. Das nennen sie Leistungsschutz, und Politiker winseln da zu ihren Gunsten, schliesslich ist gerade Wahlkampf, da will man es sich mit den Verlagsbossen nicht verscherzen. Hubert Burda ist da so etwas wie ein Wortf├╝hrer, auch wenn andere – wie ich – eigentlich denken, dass Herr Burda der Sache am Dienlichsten w├Ąre, wenn er zusammen mit Frau Springer den gesammelten M├╝ll seines Hauses aus dem Internet nehmen w├╝rde. Die Werbeborstenviecher an seinem Digital-Lifestyle-Days-Tr├Âgen sehen das vielleicht anders, aber bitte, jeder, wie er mag.

Wie man jedoch in diesem Verlag selbst mit den Leistungen anderer Leute umgeht, sieht man allerdings bei Mary, die das Blog Stil in Berlin betreibt. Bei dem hat die verblichene “Young” aus dem Hause Burda neun Bilder ohne Erlaubnis ├╝bernommen, ein Betragen, das man ansonsten vielleicht eher von Klitschen wie Carta von Robin Meyer-Lucht kennt. Das folgende Drama mit Angeboten halbschariger Art, Verz├Âgerung und letztlich dem Gerichtstermin kann man bei Mary selbst nachlesen.

Nur falls jemand mal sehen will, was das Leistungsschutzrecht dessen lauten Forderern tats├Ąchlich bedeutet.