Die Blogbar steht demnĂ€chst vor einem gewissen Umbruch. Deshalb zum baldigen Schluss dieser ersten Phase nochmal ein Hinweis auf eine Lektion, die ich hier gelernt habe: Nichts generiert so standhaft treues, dummes Clickvieh, nichts schafft so anhĂ€nglich gierige Leser und bringt auch noch Scheinrelevanz durch hasserfĂŒllte Trackbacks widerlicher Kleinstblogger vom Schlage eines gewissen “Dr.” H., gewisser Pleitiers oder multipler Spampersönlichkeiten wie Sven A.,

nichts also trÀgt so zum aussen messbaren Scheinerfolg bei-

wie das demonstrative, konsequente, kommentarlose Löschen ihrer störenden, auf persönlichen Krawall angelegten Kommentare und Trackbacks.

Denn nichts fördert die AnhĂ€nglichkeit mehr als die DemĂŒtigung. Also: Löscht mehr Kommentare!

Im Ernst: Was ich – und meines Wissens auch andere bekanntere Blogger – nie verstanden habe, ist die oft zu beobachtende ZĂ€higkeit, mit der Leute, die nicht mit anderen ĂŒbereinstimmen, sich an das Blog des anderen klammern. Nach meinen Erfahrungen glaube ich nicht an den in der aktuellen Debatte um Schleichwerbung und gekaufte Inhalte beliebten Spruch “Aus dem Feedreader gelöscht”. Gelöscht ja; aber danach mit um so mehr Inbrunst besucht. Eigentlich sollte es ja eher so sein, dass man das Interesse verliert – zumindest geht es mit in der Regel so. Aber es ist scheinbar bei vielen gerade nicht so, dass sie nur das lesen, was ihnen gefĂ€llt – im Gegenteil, sie scheinen eine masochistische Lust zu haben, das zu lesen, was sie verachtet, rausschmeisst und negiert. Diese krankhafte Einstellung, es nicht zu mögen, aber dennoch lesen zu mĂŒssen. Es widerspricht fundamental der Annahme, dass Blogs, die Kommentare löschen, von Lesern angewidert verlassen werden. Die Stammbesucher stört es nach meinen Erkenntnissen nicht im Mindesten, es fĂŒhrt auch nicht zu einem RĂŒckgang der AktivitĂ€t.

Mich wĂŒrde wirklich interessieren, wie viele Besucher dieses Blog – oder von mir aus jedes grössere Blog, das “Problem” ist ja nicht begrenzt – hĂ€tte, wenn all diejenigen, die es aus dem ein oder anderen GrĂŒnden erklĂ€rtermassen nicht mögen, sowie ihr befreundeter Mob, es dann auch konsequent nicht lesen wĂŒrden. Alles Löschen, Rauskicken und Editieren hilft da nichts – aber vielleicht hilft ja dieser Beitrag, der ihnen bewusst macht, was sie da eigentlich tun. Denn ich kann wirklich, wirklich, auf sie verzichten. Mit Freuden.

(Sorry, aber das musste jetzt nach einem gewissen Kommentarspam endlich mal gesagt werden, ich bin es leid, dem zensurkrakeelenden Pack hinterherzulöschen)