Loic Le Meur, Vize-PrĂ€sident Europa-Mittl.Osten-Afrika fĂŒr SixApart, hat im Zuge des Aufkaufes seines Unternehmens U-Blog durch SixApart viel PrĂŒgel von einigen seiner Kunden einstecken mĂŒssen, u.a. wg. der mangelhaften Unternehmens-Kommunikation.

Le Meur zieht in dem englischsprachigen Teil seines Blogs Bilanz: “Start a business – 7: Entrepreneurs do make mistakes, learn from them and react. PR and blogs and how your Company should deal with them

Mit einigen interessanten Lehren und Beobachtungen (teilweise aus anderen Blogs aufgenommen):

[…] How do you get PR ?
You learn PR by experimenting it.

[…] PR are changing completely with blogging, not only because the journalists do not have the exclusivity of writing the news anymore, not only because they want the Companies and the PR agencies to talk to them in a different way, but more importantly the clients of all products and services of all companies start to write their thoughts about them every day.

[…] As Didier says, “we see here clearly a side effect of using the blogs as a base for business communication. a few unsatisfied people can have a huge impact on the overall customer community and its feeling.” […]

(an dieser Stelle einen kleinen Einschub der nichts mit diesem Eintrag direkt zu tun hat, aber mit meinen vorigen Eintrag um Le Meur/U-Blog/SixApart. Diejenigen die da grollen, sollten sich vielleicht mal die EintrĂ€ge auf Englisch und Französisch von Le Meur und Stephanie Booth anschehen und vergleichen. Le Meurs englisches Blog ist deutlich stĂ€rker als der französische Part, auf seine Außendarstellung und Reputation fokussiert. Booths englischsprachige Zusammenfassung liest sich verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig kuschelig im Vergleich zu ihrem französischen Pendant.)

Man sollte in diesen Zeiten nicht glauben, der Begriff “Unternehmen” trĂ€fe nur auf multinationale Großkonzerne zu. Auch Freiberufler scheuen sich nicht, viel Wind zu machen (inzwischen auch mit Blog). Im Medium Internet kann viel Budget durch viel Cleverness wettgemacht werden.

Le Meur:

Well, as I commented on some blogs talking about this, getting press is not rocket science for most people and for most journalists, the subject must be interesting for the journalists, you have to prepare their work as much as you can if you want to speed the process by writing notes about what you may want the press to talk about (so that their articles are easier to write), and finally, you have to get the message to them.

Was ich, der zum ersten Mal mit PR und Presse zu tun hat, inzwischen unterschreiben kann. So haben Don und ich ein getĂŒrktes Interview geschrieben, aus dem Journalisten zitierfĂ€higes Material sich rausklauben können (das Interview werden wir noch hier reinposten). Ist, bzw. soll so gĂ€ngig sein. Man schaue sich nur die Making-Of-Filmchen im Fernsehen an… Der Journalist kommt also nicht zum Material, sondern das Material zum Journalisten. (Achtung, Pauschalisierung! Nicht alle Journalisten … — yaddayadda —)

Die Verlags-PR wird von mir regelmĂ€ĂŸig mit Material versorgt, dass aufhorch-fĂ€hige SchlĂŒsselwörter enthĂ€lt und Journalisten den Eindruck vermittelt, Blogs sind fĂŒr ein breites Publikum interessant. “Die TAGESSCHAU bloggt!” — “Die Amis akkreditieren Blogger fĂŒr Parteitage!” — “Die ZEIT prĂ€miert Blogs!”

Bitte Ablegen unter Geldgeilheit und Weltherrschaft.