Scott Rosenberg, einer der Salon-Blogger der ersten Stunde, bezieht sich in seinem neuesten Posting auf einen Artikel im NYT Magazine, in dem folgendes behauptet wird:

“In a recent national survey, the Pew Internet and American Life Project found that more than two million Americans have their own blog. Most of them, nobody reads. The blogs that succeed … are written in a strong, distinctive, original voice.”

Rosenberg widerspricht der Behauptung, es gebe Blogs, die niemand liest:

This passage crystallized the fundamental and profound divide between most professional journalists and most bloggers. “Most of them, nobody reads.” Now, even the world’s most neglected, forlorn and unpopular blog has at least one reader — the author. So Klam’s first message to these bloggers is, “You are a nobody.” But in fact most of the millions of not-terribly-well-known blogs on the planet do have a handful of readers: friends, relatives, colleagues, the person who staggered in the door from a Google search and stuck around.

“Everyone’s famous for 15 people.”

Ich fand die Idee des Ber├╝hmtseins f├╝r 15 Leute sehr spannend — und sehr nachvollziehbar. Ich nehme an, ich bin nicht die einzige, die sich am Anfang ├╝ber zehn Leser gefreut hat, dann ├╝ber 20, dann ├╝ber 100. Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie sich Leserzahlen entwickeln. Wie reagieren Leser auf Neues im Blog? Langweiligen sie sich irgendwann? Warum gehen sie weg, warum bleiben Neulinge da? Zu welchem Beitrag kommen die meisten Kommentare? Was passiert, wenn man nur noch Gr├╝tz postet oder gar nichts mehr? Und komischerweise passiert nie das, was man erwartet. Weil diese 15 Leute, f├╝r die man mal kurz ber├╝hmt ist, 15 individuelle K├Âpfe haben, von denen jeder neugierig ist. Vielleicht ziehen sie deswegen irgendwann weiter. Aber dann kommen h├Âchstwahrscheinlich die n├Ąchsten 15 und lesen mit. Und irgendwann sind es 30. Und dann 100.

Jedes Weblog wird gelesen. Irgendwann wird jeder gefunden.