Anlässlich dieser Peinlichkeit des WLAN-Anbieters FON möchte ich kurz mal darlegen, welchen 10 Web2.0-Firmen und Projekte ich nur eine begrenzte Lebenszeit einräume:

1. Der WLAN-Vermittler FON – weil die, die wirklich √ľberall WLAN brauchen, zu UMTS greifen – und die, die nur ab und zu Internet brauchen, zumindest in gr√∂sseren St√§dten genug andere Hotspots finden. Und im Kaff ist Internet eh nicht so verbreitet, dass man es mobil br√§uchte.

2. Das VoiceIP-Startup Jajah: Nachdem die Jungs Ende 2007 10 Millionen Nutzer haben wollten, ist es verdächtig still um sie geworden. Nicht wirklich eine gute Idee in Zeiten der Handyflatrates.

3. Die Virtual-Reality-Plattform Cycosmos: Bevor die peinliche New-Economy-Leiche Cycosmos gerelauncht gegen Second Life anstinken kann, ist der Besitzer I-D Media selbst auf der falschen Seite der Veilchen.

4. Second Life: Wie war da nochmal das Business Model?

5. Der Stadtsuchdienst Qype: Auch nach zwei Jahren sind die Ergebnisse, von ein paar wenigen Vierteln in den schlechteren Gegenden des Landes unbrauchbar – und dort wissen sie ohnehin, wo sie die elterliche Apanage verprassen. Braucht also keiner.

6. Die Tauschb√∂rse Hitflip: Erz√§hlt viel von den Neuanmeldungen, aber nichts √ľber Karteileichen. Wachstum ist halt immer eine Frage der Betrachtung.

7. Der deutsche Twitter-Clon Frazr: Ist jetzt schon etwas länger still um die geworden, kein Wunder, nachdem das offensichtlich ausserhalb einer kleinen Gruppe von Leuten keiner braucht.

8. Einestages von Spiegel Online: Offensichtlich wollen dort weniger mitmachen, als gedacht. Kein Wunder bei der elenden Klickerei, die der SPON einem da abverlangt.

9.-9 1/2: Die Frage-Communities Yahoo Clever und Holtzbrincks Gute-Frage: Beide leiden am gleichen Aufmerksamkeits- und Clickdeppensyndrom. Ein paar tausend bedingt Rechtschreibkundige, die sich gegenseitig Bewertungsbällchen zuwerfen, sind nicht zwingend ein Geschäftsmodell Рganz zu schweigen von den aberzigtausenden Karteileichen.

10 1/2: Die Personensuchmaschine (andere w√ľrden sagen: Stalkerhelfer) Yasni: H√§tte mal besser vorher mit einem Anwalt reden sollen, statt demn√§chst enorme rechtliche Probleme zu bekommen. Die bereits im Anmarsch sind. Und das wird nicht billig.