Man nagle mich bitte nicht auf konkrete Zahlen fest, aber fr├╝her, sagen wir mal vor drei Jahren, war es noch so: Da gab ein ein paar Dutzend Blogs, die damit rechnen konnten, jeden Tag ein, zwei Dutzend Kommentare zu bekommen. Es gab viele Blogs mit ein paar Kommentaren, Und sehr, sehr viele andere Blogs, in die sich so gut wie nie ein Kommentator verirrte.

Das Kommentaraufkommen meines Blogs Rebellen ohne Markt hat sich seitdem leicht nach oben entwickelt. Trotzdem ist die Zahl der Kommentare nicht mehr etwas Besonderes, und bei meinen Touren finde ich oft Blogs, von denen ich vorher noch nie etwas geh├Ârt hatte, die es teilweise erst seit ein paar Monaten gibt, und die auch auf eine ├Ąhnliche Debattenintensit├Ąt kommen. Es hat mit der klassischen “Hierarchie” der allseits bekannten Blogs, in denen die Debatten stattfinden, nichts, zum Gl├╝ck nichts zu tun.

Und da frage ich mich, ob die fr├╝her wirklich existierende deutsche Zur├╝ckhaltung in den Internetdebatten nicht langsam aufweicht zugunsten einer Bereitschaft, sich einfach mal auf solche Gespr├Ąche einzulassen. Und das nicht nur auf sogenannten “Hubs”, also zentralen Anlaufstellen, sondern da, wo es f├╝r den jeweiligen Kommentator spannend und interessant ist. Was eine tolle Sache w├Ąre.