Ich mag meine Meinung nicht verstecken: Derwesten.de, das mit vielen Erwartungen und erheblicher Verz√∂gerung gestartete Onlineportal der WAZ, ist immer noch voller technischer Fehler, und hat kein einziges Blog, das ich gern lesen w√ľrde, denn es wurde meist der √ľbliche Fehler gemacht, unmotivierte/unf√§hige Zeitungsschreiber oder schreibunf√§hige Halbpromis an die Blogs zu setzen. Die machen dann enorme Peinlichkeiten wie die Promiblogs, die auch die BILD nicht in Sachen “Wir lauern auf Drogenexzesse” ekliger machen k√∂nnte. Es gibt ein paar technische Gimmicks wie Lokalisierung, die offensichtlich nicht besonders angenommen werden, und obendrein im Nachrichtenteil Autoren an der Tastatur, die online nicht gut schreiben k√∂nnen. Daf√ľr, dass vor etwas mehr als einem Jahr sich ein Haufen geladener “Internet-Experten” hingestellt hat und das neue Portal als die heisseste Entwicklung des lokalen Onlinejournalismus in den Himmel gelobt hat, sind die Ergebnisse auch ohne Ber√ľcksichtigung der 300-Euro-Abspeisung angefragter Blogger irgendwo zwischen irrelevant und ern√ľchternd. Und das ist noch vorsichtg formuliert. Ich bin durchaus auf der Suche nach etwas, das derwesten besser machen w√ľrde als das ebenfalls nicht so dolle Westropolis, aber ich finde nichts.

Und nach dem hier habe ich einfach mal drei Fragen an die Leserschaft mit Ausnahme des PR-T√ľpen Marc Pohlmann:

1. Gibt es dagegen jemanden, der derwesten richtig toll und gelungen findet?

2. Ist da etwas Wegweisendes, das ich √ľbersehe, und das zumindest den fr√ľher formulierten Anspr√ľchen an eine radikale Neukonzeption des Lokaljournalismus im Netz so halbwegs entspricht?

3. Findet jemand die Blogs von derwesten genussvoll lesbar?

Bitte kein Bashing, keine pers√∂nlichen Animosit√§ten, und wenn m√∂glich mit Begr√ľndung.